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+++ 67-jähriger schwerbehinderter Mann trotz attestierter Maskenbefreiung aus Arztpraxis geschmissen +++
Am Dienstag, den 02.02.21 gegen 13 Uhr ereignete sich ein mich sehr schockierender Vorfall innerhalb der Kardiologischen Praxis in Rotenburg/Wümme bei dem ich selbst betroffen war. Wie schon etliche Male zuvor war ich wie gewöhnlich ein paar Minuten vor Beginn meines Termins in der Kardiologischen Praxis angekommen. Da ich offiziell durch ein Attest meines Hausarztes aufgrund diverser Erkrankungen wie u.a. schwerem Asthma von einer Mund-/Nasenbedeckung befreit bin, betrat ich die Praxis ohne diese. An der Rezeption sprach man mich direkt darauf an, wo denn meine Mund-/Nasenbedeckung wäre, woraufhin ich entgegnete, dass ich durch ein Attest vom Tragen einer Mund-/Nasenbedeckung befreit sei. Daraufhin wollte die Rezeptionistin den Arzt holen. In diesem Moment geschah das schier unglaubliche: Ein mir unbekannter Arzt kam wie eine Furie auf mich zugestürmt und schrie lauthals auf mich ein. Ich zuckte in diesem Augenblick vor lauter Schreck abrupt zusammen. Der Arzt redete davon, dass Maskenpflicht herrsche und machte mir klipp und klar deutlich, dass er die eigentlich bevorstehende Behandlung nicht durchführen würde und verwies mich der Praxis, ohne mich anzuhören! Als ich die Praxis verlassen hatte und wieder in der klirrenden Kälte stand, fühlte ich mich wie der letzte Verbrecher. Ich war extrem verwundert, dass ich noch vor sechs Monaten völlig problemlos ohne Maske die Praxis betreten konnte und nun trotz gültigen Attests rausgeschmissen wurde! Wut und Traurigkeit kamen in mir auf und ich wusste erstmal gar nicht, wie mir geschehen war. Hätte man mich ruhig und diskret auf die mir unbekannte Problematik angesprochen, wäre ich trotz meines guten Rechts, eine Mund-/Nasenbedeckung abzulehnen, kompromissbereit und offen für eine friedliche Lösung gewesen. Damit meine Behandlung stattfinden kann, bei der es darum gegangen wäre, den Zustand meiner geweiteten Hauptaorta zu beurteilen, hätte ich mir für die 30 Minuten Behandlung eine Maske aufgesetzt. So kam ich trotz der vorgesehenen Notwendigkeit weder zu einer Untersuchung noch zu einer Diagnose. Ich kann kaum in Worte fassen, wie schockiert ich von diesem Vorfall bin. Im Grunde bin ich in meinem ganzen Leben noch nie innerlich derartig verwundet gewesen. Die Coronaproblematik setzt jedem Bundesbürger dieses Landes genugtuend zu. Meine geweitete Hauptaorta ist nur einer von vielen Gründen, die mich offiziell zum Schwerbehinderten mit Schwerbehindertenausweis machen. Jetzt noch eine solche Situation erlebt zu haben, schlägt meinem Fass den Boden aus. Ich fühle mich herabgewürdigt und gedemütigt behandelt. Ich weiß nicht einmal, wie es nun weitergeht. Zuallererst werde ich Kontakt zu meinem Hausarzt aufnehmen, um mich beraten zu lassen, aber es war mein tiefsitzender Wunsch, vor meiner Haustür Erlebtes und Geschehenes öffentlich zu machen.