Thomas Sofirn
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Leider sehe unruhig, oder sagen wir hektisch geführte Arztpraxis.
Hier wird keine Ruhe sondern völlige Unruhe auf Patienten ausgestrahlt.
Alles um den Annahmebereich ist nun geräumig gestaltet. Dennoch halten sich Patienten nun im engen Kontakt zusammengepfercht direkt hinter dem Haupteingang auf, statt sich nach vorn hin besser zu verteilen! Es gibt (noch) keine Markierungen, welche ein Durchschreiten verbieten.
Personal ist teilweise forsch. Die Damen mit kurzen gräulichen Haaren, schickt Patienten gern weiterhin zu anderen Ärzten und Einrichtungen, statt selbst mal kurz bei einen der drei! Ärzte nachzufragen, ob eine Verordnung bei bekannten Problemen ausgestellt werden könnte. .
Also geht die Fahrerei zu anderen Ärzten weiter. Wozu hat man seit Jahren einen Hausarzt, wenn hier derart große Angst auf Budgetdruck besteht?
E-Rezept gibt es zum heutigen Zeitpunkt, Stand April, immer noch nicht. Trotz neuer Praxis. Um dies zu erfahren, muß ich aber erst ergebnislos in die Apotheke, nochmals zur Arztpraxis und wieder mit Papierrezept zur Apotheke!
Hätte man auch bei telefonischer Bestellung, wenn man überhaupt einmal Erfolg hat, darauf hinweisen können?
Im übrigen ist telefonieren so eine Sache.
Man muß schon großes Glück haben, keine nichtssagende Absage zu erreichen mit Null Informationsgehalt.
Der Arzt Dr. Kulug-Blohm hat geballte Fachkompetenz und kann in vielen medizinischen Bereichen locker mit vielen anderen Allgemeinmedizinern mithalten, bzw. übertrifft sie in Bereichen deutlich, in denen Kollegen bereits überweisen müssten.
Leider ist er nicht der Typ von Arzt, welcher mal ein freundliches Wort oder Lächeln für seine Patienten übrig hat. Er spricht eigentlich ausschließlich selbst und läßt wenig Möglichkeiten, den Patienten selbst zu Wort kommen zu lassen.
Gern läuft er auch augenscheinlich flott durch die Gänge, schaut oft angespannt und wenig locker.
Vertrauen kann sich so nur schwierig bis gar nicht aufbauen.
Auch weil er den Patienten teilweise sagt, wenn es voll ist. Nach dem Motto - nicht zu lange und unwichtiges besprechen, es gibt noch weitere Patienten.
Das übrige Personal gibt sich große Mühe, zu kompensieren und freundlich zu bleiben. Gefühlt ständig unter dem Druck der Ärzte.
Das Gefühl, lieber gehen als kommen gesehen zu werden, besteht des öfteren.
Mehrere Ärzte gleichzeitig sind eher selten in der Praxis. Eigentlich sollte es lockeree und entspannter zu gehen.
Aus der alten Praxis gibt es eine Ärztin. Diese ist noch ruhig und sachlich. Wenn diese aber nicht wirklich selbst entscheiden kann und Verordnungen von den Chefs bei nächsten Terminen wieder gecancelt werden... Das ist wäre ein absoluter Unding.
Weiterhin ist es absolut unmöglich, zeitnah einen Termin zu erhalten. Immer wird erzählt, daß keine Termine zeitnah frei sind und das dann einfach morgens auf Wartezeit gekommen werden soll.
Es wird nicht besser sondern schlechter, umso mehr Patienten neu angenommen werden. Fünf Wochen auf einen Termin am Nachmittag, noch dazu wenn dazwischen einmal wieder Urlaub anliegt, ist keine Seltenheit.
Bereits morgens platzt der Parkplatz aus allen Nähten. Ein Glücksspiel, einen zu finden.
Nur gut das ich in der Regel meide, einen Arzt aufzusuchen. Sonst hätte ich wohl schon lange aufgegeben und eine andere Praxis mit weiteren Anfahrwegen aufgesucht.
Da nutzen die besten Ärzte nicht, wenn das Gesamtkonzept nicht stimmig ist. Dies wiederum ist abhängig von den Chefs und/oder Personal mit zuviel Eigeninitiative, ohne das die Ärzte dies direkt mitbekommen.